| Osteopathie Babys und Kindern |
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OSTEOPATHIE BEI BABYS UND KINDERN WAS IST OSTEOPATHIE? Der Osteopath arbeitet ausschließlich am Körpergewebe, denn die Beschwerden, die er behandelt werden durch verkürzte Muskeln, Bändern und Gewebe, welches die Muskelfasern umgibt, hervorgerufen. Als ganzheitliche Heilmethode stellt sie die Mobilität des Körpers in allen Bereichen wieder her. Daneben werden die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert. Das besondere Kennzeichen dieser Methode ist die Vielfalt der Techniken, mit denen Blockaden im gesamten Körper gelöst werden. DIE GESCHICHTE DER OSTEOPATHIE Die Osteopathie wird in Deutschland seit 1988 angewendet. Der Entdecker des Verfahrens ist der amerikanische Arzt Dr. Andrew T. Still. Der Amerikaner besann sich auf die von Hippokrates geforderte Einheit und Harmonie aller Körperteile. Er identifizierte die reibungslose Funktion des Muskel-Skelett-Systems als Schlüssel zur Gesundheit und entwickelte manuelle Techniken, mit denen sich die optimale Funktion dieses Systems wiederherstellen lässt. Dr. Still betonte neben der Heilung auch die Gesundheitsvorsorge. Deshalb setzte er sich für eine gesunde Ernährung und Lebensweise ein. DIE DREI BEREICHE DER MODERNEN OSTEOPATHIE Die moderne Osteopathie gliedert sich in drei Bereiche, in denen jeweils unterschiedliche Körperteile behandelt werden. Strukturelle Osteopathie: Sie hilft vor allem bei Störungen des Bewegungsapparates. Durch gezielte Mobilisierung und Manipulation von Gelenken der Extremitäten und der Wirbelsäule werden Muskeln und Sehnen angeregt, eine für den Körper bessere Spannung einzustellen und so Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu vermindern. Außerdem arbeitet die strukturelle Osteopathie auch an dem feinen Netz aus Bindegewebe (Faszien) das jeden Muskel umhüllt und den ganzen Körper durchzieht. Hier werden sehr subtile Techniken angewandt, wobei Fingerspitzengefühl sehr wichtig ist. Cranio-Sacrale Osteopathie: Zum craniosacralen System gehören das bewegliche Gefüge der Schädelknochen sowie das Kreuzbein (Sacrum). Beide sind über die Rückenmarksflüssigkeit und die Hirnhäute miteinander verbunden. Dieses hydraulische System überträgt die ultrafeinen Bewegungen innerhalb des Schädels auf das Sacrum und umgekehrt vom Sacrum in den Schädel.. Osteopathen müssen in der Lage sein, diese feinen Bewegungen der Hirnhäute zu spüren und den Eigenrhythmus des Körpers des Patienten wiederherzustellen. Der Osteopath ertastet den craniosacralen Rhythmus am Kopf oder einer anderen Körperstelle. Unregelmäßigkeiten der Bewegungen und des Fließens sind zugleich Hinweise auf Störungen im Organismus. Mit den craniosacralen Techniken kann der Behandler die Schädelknochen, das Kreuzbein und andere Strukturen auf äußerst sanfte Weise darin unterstützen, ihre natürliche Beweglichkeit wiederzuer- langen. So können gezielte minimale Impulse auf die Körperflüssigkeit Bewegungseinschränkungen an der Schädelnaht korrigieren. Störungen des craniosacralen Systems können schwerwiegende Folgen für das gesamte Nerven- und Gefäßsystem, wie beispielsweise Störungen des Lymph- und Blutkreislaufes, haben. Viscerale Osteopathie: Bei ihr werden Beweglichkeit und Eigenrhythmus der inneren Organe beurteilt und therapiert. Die Organe sind sowohl untereinander als auch mit der Wirbelsäule durch Faszien verbunden und müssen dem Zwerchfell beim Atmen folgen. Spannungen in diesen Verbindungen können zu Störungen führen, die der Osteopath durch kontrollierten Zug und Druck beseitigen kann. BEI WEM KANN MAN OSTEOPATHIE ANWENDEN? Außer strukturellen Problemen (z.B. Arthrose, Tumor) kann man fast alles behandeln. Es gibt keine Altersbeschränkungen, Osteopathie kann sowohl bei Säuglingen als auch im hohen Alter hilfreich sein. Bei Erwachsenen sind häufige Anwendungsgebiete der Osteopathie Probleme des Bewegungsapparates, Kopfschmerzen, Nervenreizungen und Sensibilitätsstörungen, Schwindelzustände, Tinnitus und Störungen im Bereich von Magen und Darm. DIE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG BEI BABYS Das wichtigste Ereignis in der Entwicklungsphase ist die Geburt eines Menschen. Während der Entbindung wirken ungeheure Kräfte auf den Körper, insbesondere auf den Kopf des Kindes. Auf diese erste große Bewährungsprobe ist der Organismus von Natur aus bestens vorbereitet. Bei manchen Kindern reichen die natürlichen Regulations- und Selbstheilungskräfte jedoch nicht aus um die Störungen durch den Geburtsvorgang auszugleichen. Dann muss der Organismus des Kindes bei der Entbindung größere Kräfte aushalten, als er später ausgleichen kann. Eine leichte Schädelasymmetrie oder ein Schiefhals können zurückbleiben; andere mögliche Folgen sind eine minimale Komprimierung der Schädelknochenverbindungen oder minimal erhöhte Spannungen an den Schädelöffnungen, die wiederum Nerven und Gefäße beeinträchtigen können. Schluck- und Saugstörungen sowie Erbrechen bei Säuglingen sind oft auf solche Störungen zurückzuführen. Bei manchen Kindern zeigen sich die Auswirkungen auch erst im Schulalter; dann wird zum Beispiel eine „idiopathische" (ohne erkennbare Ursache entstandene) Wirbelsäulenverkrümmung festgestellt oder das Kind hat scheinbar unerklärliche Lernstörungen. Die Behandlung bei einem Baby besteht hauptsächlich aus „Modellieren". Die Verformungen der Schädelknochen als Folge von Verletzungen (meist während der Geburt!!) werden von dem Osteopathen, durch gezielten, behutsamen Druck oder Zug von außen „modelliert". Eine frühzeitige osteopathische Behandlung kann dazu beitragen, dass Fehlspannungen und Bewegungseinschränkungen des Skeletts sowie der Muskeln, Faszien, Gelenke und Organe, die durch den Geburtsvorgang entstanden sind, vom Organismus selbst wieder aufgelöst werden, ohne dass das Kind unangenehme Auswirkungen spürt. KOSTENÜBERNAHME UND DAUER DER BEHANDLUNG Die erste Behandlung kostet EUR 30,- und dauert 30 Minuten. Die Folgebehandlungen kosten EUR 25,- Die private Krankenversicherung bezahlt die Behandlung nur in einzelnen Fällen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten nicht. Der Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen beträgt einige Tage bis zu mehreren Wochen. © Zentrum für Osteopathie u. Physiotherapie Henk Klaassen – Hauptstr.3 – 96120 Bischberg – Tel. 0951/3016981 |
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